Schaden am Auto beim Leasing: Wer zahlt? Alle Kosten im Überblick!


Inspektionen und Hauptuntersuchung – auch beim Leasing verpflichtend

Regelmäßige Inspektionen und die Hauptuntersuchung sind auch beim Leasing eines Autos verpflichtend. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Werterhalt des Fahrzeugs, sondern auch deiner persönlichen Sicherheit. Zudem ist eine regelmäßige Wartung eine Voraussetzung dafür, dass die Garantieleistungen der Fahrzeughersteller weiterhin bestehen bleiben.

Die Häufigkeit der Inspektionen hängt vom Fahrzeugtyp, den Herstellervorgaben und den vertraglichen Regelungen in deinem Leasingvertrag ab. Die Inspektionsintervalle richten sich nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer und der Betriebszeit des Autos. Je nachdem, ob du eine bestimmte Kilometerbegrenzung hast oder eine bestimmte Laufzeit vereinbart hast, können unterschiedliche Inspektionsintervalle gelten. Es kann zum Beispiel sein, dass eine Inspektion nach 30.000 Kilometern oder nach einem Jahr Nutzungsdauer erforderlich ist.

Die Hauptuntersuchung (HU) ist gesetzlich vorgeschrieben und wird in der Regel alle 24 Monate durchgeführt. Die erste HU bei Neufahrzeugen muss nach 36 Monaten erfolgen. Ob du mit deinem geleasten Auto zur HU musst, hängt von der vertraglich vereinbarten Leasinglaufzeit ab. Es ist wichtig, dass du die Inspektionen und die HU rechtzeitig durchführen lässt, um etwaige Garantie- oder Gewährleistungsansprüche nicht zu gefährden.

Kostenübernahme bei Inspektion, TÜV und Reparaturen – diese Möglichkeiten gibt es

Als Leasingnehmer trägst du in der Regel die Kosten für Inspektionen, die HU und außerplanmäßige Reparaturen, sofern keine anderen vertraglichen Vereinbarungen getroffen wurden. Dies wird als „Nettoleasing“ bezeichnet.

Oftmals wird die Möglichkeit geboten, ein Full-Service-Paket zu wählen. Dieses Paket kannst du zusammen mit deinem Leasingvertrag abschließen. Es beinhaltet die Kosten für Inspektionen, Verschleißreparaturen sowie die HU und Abgasuntersuchung (AU). Sowohl die Lohn- als auch die Materialkosten sind in diesem Paket enthalten.

Mit dem Full-Service-Paket behältst du die Kosten für Inspektionen und Reparaturen einfacher im Blick und erlebst keine unliebsamen Überraschungen in Form hoher Werkstattkosten. Du musst zwar weiterhin die Inspektionen im vorgegebenen Turnus durchführen lassen, aber die Kosten sind bereits in der monatlichen Leasingrate enthalten. Zudem musst du dir keine Gedanken darüber machen, ob du dein Leasingfahrzeug zu einer Vertragswerkstatt oder einer freien Werkstatt bringen möchtest.

Vorteile des Full-Service-Pakets beim Leasing

Das Full-Service-Paket bietet dir einige Vorteile beim Leasing. Zum einen hast du mit diesem Paket eine transparente Kostenstruktur, da alle Gebühren für den Betrieb deines Leasingfahrzeugs in der monatlichen Rate einkalkuliert sind. Du weißt also genau, welche Kosten auf dich zukommen und kannst dein Budget entsprechend planen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass du dich nicht um die Organisation und Abwicklung von Inspektionen und Reparaturen kümmern musst. Du kannst dich darauf verlassen, dass dein Fahrzeug regelmäßig gewartet wird und eventuelle Reparaturen fachgerecht durchgeführt werden. Dadurch sparst du Zeit und Nerven.

Zudem musst du dir keine Gedanken darüber machen, ob du dein Leasingfahrzeug zu einer Vertragswerkstatt oder einer freien Werkstatt bringen möchtest. Mit dem Full-Service-Paket kannst du dein Fahrzeug in eine autorisierte Werkstatt bringen, was oft eine höhere Qualität und besseren Service bedeutet.

Vertragliche Verpflichtungen bei Inspektionen und Wartung

Bei einem Leasingvertrag bist du verpflichtet, die Inspektionen und die HU gemäß den vertraglichen Vereinbarungen durchführen zu lassen. Es ist wichtig, dass du die vorgegebenen Intervalle einhältst, um die Garantie- und Gewährleistungsansprüche nicht zu gefährden.

Zudem musst du darauf achten, dass du alle Belege wie Rechnungen und Wartungsunterlagen gut aufbewahrst. Im Falle von Schäden oder Streitigkeiten kannst du so nachweisen, dass du die Inspektionen und Wartungen ordnungsgemäß durchführen lassen hast.

Bei Schäden, die auf normalen Verschleiß zurückzuführen sind, zum Beispiel kleine Kratzer im Lack, gelten diese bei der Fahrzeugrückgabe als übliche Gebrauchsspuren. Du musst dafür in der Regel keine zusätzlichen Kosten übernehmen. Anders verhält es sich jedoch bei Schäden, die auf mangelhaft durchgeführte Wartungsarbeiten oder ausgebliebene Inspektionen zurückzuführen sind. In diesem Fall kannst du mit erhöhten Nachzahlungen rechnen.

Fazit

Beim Leasing eines Autos sind Inspektionen, Hauptuntersuchungen und eventuelle Reparaturen Teil deiner Verpflichtungen als Leasingnehmer. Du trägst in der Regel die Kosten dafür, es sei denn, du hast ein Full-Service-Paket abgeschlossen. Mit diesem Paket sind die Kosten für Inspektionen, Verschleißreparaturen und die HU abgedeckt. Dadurch hast du eine transparente Kostenstruktur und kannst dich auf den Komfort und die Sicherheit deines Leasingfahrzeugs verlassen.

Es ist wichtig, dass du die vorgegebenen Intervalle für Inspektionen und die HU einhältst, um eventuelle Garantieansprüche nicht zu gefährden. Zudem solltest du alle Belege und Wartungsunterlagen gut aufbewahren, um im Falle von Schäden nachweisen zu können, dass du die Wartungen und Inspektionen ordnungsgemäß durchführen lassen hast.